Aus der Forschung in die Praxis

Wie moovly zum Medizinprodukt wurde

Im Swiss Technology Transfer Report 2025 der swiTT (Swiss Technology Transfer Association) werden jedes Jahr Projekte aufgeführt, die den Sprung von der akademischen Forschung zu einem kommerziellen Produkt geschafft haben. 2025 ist moovly mit dabei!

Was ist moovly?

moovly ist eine innovative Ergänzung zur klassischen Physiotherapie. Über eine Virtual-Reality-Brille tauchen Patientinnen und Patienten in virtuelle Welten ein, bewegen sich aktiv im Raum und interagieren mit virtuellen Objekten. Die Therapeutin oder der Therapeut behält dabei auf einem Smartphone jederzeit den Überblick über das Erlebte und kann die Einstellungen individuell an Therapieziele und Leistungsstand anpassen.

Wo und wie ist moovly entstanden?

Entwickelt wurde moovly nicht am Reissbrett sondern vom Forschungsteam der Kinder REHA Schweiz. Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit Therapeutinnen und Therapeuten erarbeitet. Auch junge Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen sowie deren Eltern waren in die Entwicklung eingebunden. Im Zentrum stand dabei stets ein klares Ziel: eine neue Möglichkeit zu finden, um alltagsrelevante Gangaktivitäten zu üben.

Kommerzialisierung von moovly

Eine gute Idee aus der Forschung ist noch kein zugelassenes Medizinprodukt. Um moovly für möglichst viele Patientinnen und Patienten verfügbar zu machen, wurde von der unitectra die Übertragung der Forschungsergebnisse (Technologietransfer) zur compliag AG begleitet. Wir haben die Softwarelizenz von der Universität Zürich erworben und stellen moovly® seit Januar 2025 als Medizinprodukt in der Schweiz her, entwickeln es kontinuierlich weiter und vertreiben es. Ab 2026 ist der Vertrieb in die Zulassung und der EU vorgesehen. Dazu gehört auch, moovly zu einem attraktiven Preis anzubieten.

Als Legal-Hersteller übernehmen wir dabei die volle Verantwortung für Qualitätsmanagement, regulatorische Anforderungen und Marktüberwachung. Damit schlagen wir die Brücke zwischen Forschung und Praxis. Mit mit dem Ziel, vielversprechende Innovationen nicht in der Schublade verschwinden, sondern bei den Menschen ankommen, denen sie helfen sollen.

Der Nutzen in der Praxis

Für Kinder und Jugendliche mit Bewegungsstörungen verwandelt sich das Gangtraining mit moovly® in ein motivierendes Erlebnis: Einem Dachs hinterherlaufen, Äpfel aufsammeln, Donuts pflücken oder Schlagzeug auf virtuellen Pilzen spielen sind Aktivitäten die dafür sorgen, dass jede Therapiesitzung anders ist und der Fokus spielerisch auf der Bewegung liegt, nicht auf der Übung selbst. Das steigert nicht nur die Freude an der Therapie, sondern unterstützt nachweislich auch die Motivation, kontinuierlich dranzubleiben.

Ausblick

Was in ausgewählten Physiotherapiepraxen und Spitälern in der Schweiz begonnen hat, wächst weiter: Mit der Teilnahme an der Fachmesse therapie MÜNCHEN 2026 werden wir moovly® erstmalig in der EU präsentieren. Physio-, Ergo- und Sporttherapeutinnen und -therapeuten aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz können sich erstmals selbst von den Möglichkeiten, die moovly® bietet, überzeugen.

Die Aufnahme in den Swiss Technology Transfer Report 2025 ist für uns eine schöne Bestätigung: Sie zeigt, dass der Weg von universitärer Forschung über einen sorgfältig begleiteten Technologietransfer bis zum zugelassenen Medizinprodukt funktioniert, wenn Forschung, Klinik und Industrie eng zusammenarbeiten.

Mehr Informationen zu moovly finden Sie auf moovly.ch

Quelle: swiTT – Swiss Technology Transfer Association, Swiss Technology Transfer Report 2025, Case Study moovly – Rehabilitation and Physiotherapy using VR.

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